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Koriander

Hristian Ivanov
17 Dezember 2025 • 3 min. Lesezeit
Koriander

Koriander (Coriandrum sativum) ist eine einjährige krautige Pflanze aus der Familie der Doldenblütler (Apiaceae). Sie zählt zu den wichtigsten Nutzpflanzen, sowohl als Gewürz als auch für die Destillation von ätherischem Öl. Der Name des aromatischen Gewürzes, erstmals vom griechischen Autor Plinius verwendet, leitet sich nicht von seinen therapeutischen, aromatischen oder kulinarischen Eigenschaften ab, sondern – ironischerweise – vom starken, wanzigen Geruch der unreifen Früchte. Das Wort „Koriander“ stammt vom griechischen koriannon, was wörtlich „Wanze“ bedeutet, abgeleitet von koros („Insekt“), und der vollständige botanische Name von Koriander bedeutet „eine kultivierte Pflanze, die nach Wanzen riecht“. Aufgrund dieses Geruchs werden Koriandersamen vor der Reife nicht verwendet. Spätsommerlich verfärben sich die Früchte hellbraun und entwickeln ein angenehm süßes, würziges Aroma.

Koriander stammt aus Kleinasien, wobei einige Forscher auch das östliche Mittelmeergebiet als Herkunftsregion betrachten. In alten Sanskrit-Quellen wird Koriander bereits vor etwa 7.000 Jahren in den Gärten des antiken Indiens erwähnt. Koriandersamen wurden in einem Grab der 21. Dynastie Ägyptens gefunden (ca. 3.000 Jahre alt) und später in Höhlen aus der Zeit des antiken Israels.

Historischen Quellen zufolge wurde Koriander von den alten Griechen als Aphrodisiakum verwendet. Der griechische Arzt Dioskorides glaubte, dass der Verzehr des Gewürzes die männliche Potenz steigere. Hippokrates, der Vater der wissenschaftlichen Medizin, verschrieb es als Heilmittel und empfahl zudem, es zum Würzen von Weinen zu verwenden, was deren wohltuende Wirkung deutlich verstärkte.

In der chinesischen Mythologie galten Koriandersamen als Mittel zur Erlangung von Unsterblichkeit. In Tausendundeine Nacht, einem über 1.000 Jahre alten Buch, werden Koriandersamen als Bestandteil einer Mischung erwähnt, von der man annahm, dass sie einem kinderlosen Mann Nachkommenschaft verschaffen könne.

Koriander wird auch in der Bibel, im Alten Testament (Exodus 17:31), erwähnt. Die Beschreibung des Manna vom Himmel, mit dem Moses und sein Volk vierzig Jahre in der Wüste ernährt wurden, ähnelt stark Koriandersamen: „Es war weiß wie Koriandersamen, und sein Geschmack war wie Waffeln mit Honig.“ Im Mittelalter und in der Renaissance wurde Koriander Liebestränken beigefügt, da man ihm aphrodisierende Kräfte zuschrieb, besonders in Kombination mit Wein.

Das alte indische Medizinsystem Ayurveda nutzt die wertvollen Eigenschaften des Gewürzes zur Unterstützung der Leberfunktion, zur Bekämpfung bakterieller und Atemwegsinfektionen, zur Förderung der Verdauung sowie zur Reinigung von Leber und Nieren. Viele Menschen empfinden den Geschmack frischer Korianderblätter als abstoßend, beschreiben ihn als bitter und seifenartig, während die Samen allen schmecken und außerdem den Blutzuckerspiegel regulieren, die Insulinresistenz senken und die Insulinsekretion vermindern – ein Superfood für Menschen mit Diabetes.

Koriander ist eine Bienenpflanze. Ihre Nektarproduktion hängt stark von den klimatischen Bedingungen ab und tritt typischerweise nur alle fünf bis sechs Jahre auf, was den daraus gewonnenen Honig selten und teuer macht. Korianderhonig – auch „Männerhonig“ genannt, da ihm eine Steigerung der männlichen Potenz nachgesagt wird – enthält eine große Menge ätherischer Öle, die ihm ein scharfes Aroma, eine charakteristische bernsteinfarbene Tönung und außergewöhnliche heilende Eigenschaften verleihen, die das Atemwegs-, Herz- und Leber-System unterstützen.

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